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Entscheid Baurekurskommission; Folgen und Lösungswege


Sehr geehrte(r) reader
Nach dem Entscheid der Baurekurskommission (BRK) kurz vor Weihnachten haben wir die Unterlagen vertieft analysiert und sind einen ersten Schritt weiter.

Es zeigen sich konkrete Folgen eines Antennenbaus im Kirchturm von Wahlen -
und es zeichnen sich Lösungswege ab, die jetzt sorgfältig geprüft werden müssen.

Wir bleiben dran und informieren Sie mit Verantwortung für unser Dorf.

1. Verantwortung für die Zukunft und Attraktivität unserer Gemeinde

Unsere Gemeinde hatte bisher ein Alleinstellungsmerkmal im Laufental, auf das wir stolz sein dürfen: keine Mobilfunkantenne mitten im Dorfkern.

Für viele Familien und Einwohnerinnen und Einwohner war das ein bewusst wahrgenommener Standortvorteil.

Gerade in einer Zeit,
  • in der die Gemeindefinanzen angespannt sind,
  • eine Steuererhöhung bereits erfolgt ist
  • und eine weitere diskutiert wird,
ist es fragwürdig, dieses Merkmal leichtfertig aufzugeben.

Attraktivität ist kein Nebenthemasie entscheidet mit, über Zuzug, Wegzug, Abgang und langfristige finanzielle Stabilität.

Hier tragen Gemeinderat und Kirchgemeinderat gemeinsam Verantwortung für die Zukunft unseres Dorfes.

2. Gesundheit, Vorsorge und Alltagstauglichkeit

Rund 10 % der Bevölkerung gelten als elektrohypersensibel. In Wahlen wären das rund 160 Personen, die davon betrfoffen sind. Unabhängig davon, wie einzelne Studien bewertet werden, erleben diese Menschen reale Einschränkungen durch eine Erhöhung der Strahlenbelastung im Dorf.

Der geplante Standort im Kirchturm liegt in unmittelbarer Nähe von:
  • Schule
  • Kindergarten
  • Spielgruppe
  • Schul- und Spielplätzen
Die Antenne würde 24 Stunden am Tag mit einer max. Leistung von über 6.4 kW senden.

Der oft gehörte Vergleich mit dem eigenen Handy greift zu kurz:
Ein Handy ist eine individuelle, freiwillige Entscheidungeine Antenne im Dorfzentrum ist es nicht.

Vorsorge beginnt dort, wo Menschen keine Wahl haben!

3. Kirche, Inklusion und Glaubwürdigkeit

Eine Kirche sollte ein Ort sein, an dem sich alle willkommen fühlen.
EHS-betroffene Menschen berichten jedoch, dass sie Orte mit hoher Strahlenbelastung meiden müssen – auch Kirchen.
Eine Antenne im Kirchturm kann somit faktisch zu einem Ausschluss führen.
Gleichzeitig erzielt die Kirchgemeinde Einnahmen aus der Vermietung des Turms.

Das wirft Fragen auf:
  • Wie passt das zu Inklusion und Seelsorge?
  • Welches Signal sendet die Kirche an ihre Mitglieder?
Wir anerkennen ausdrücklich die positiven Bestrebungen des Kirchgemeinderats,
mit der Abgabe von Bauland im Baurecht neuen Wohnraum und neue Einwohner nach Wahlen zu holen.

Gerade deshalb erwarten viele, dass auch beim Kirchturm Verantwortung übernommen und neu abgewogen wird.

4. Schule, Kinder und Folgekosten

Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen intensiver Mobilfunk- und Medienexposition und Konzentrationsfähigkeit sowie sozialem Verhalten bei Kindern untersuchen und aufzeigen.

Unabhängig von der Bewertung einzelner Studien gilt: Unsere Schule steht bereits heute unter Druck. Mehr Belastung bedeutet oft:
  • mehr Betreuungsaufwand
  • mehr Unterstützung
  • mehr Kosten
In der aktuellen finanziellen Lage der Gemeinde ist es fraglich, zusätzlich mögliche Folgekosten in Kauf zu nehmen.

Fazit: Der Entscheid der Baurekurskommission beendet die Diskussion nicht – er verschiebt sie.

Jetzt geht es nicht mehr um Paragraphen allein, sondern um Verantwortung, Weitsicht, um Menschen und das Dorf als Ganzes.

Wir verstehen uns als Gesprächspartner für tragfähige Lösungen. Aber wir müssen diese jetzt anpacken!

Weitere Informationen folgen.
Sie finden laufend aktuellste Informationen an unserem "Info-Point", dem inoffiziellen Anschlagkasten am Petersplatz in Wahlen.
Info-Point_Petersplatz-Wahlen_BL
Herzliche Grüsse
aus der Trägerschaft Strahlungsfreier Kirchturm Wahlen (TSK)
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