Kurz gesagt:

➡️ Die Studie signalisiert Anlass zur Vorsicht – sie zeigt, dass Strahlungsbelastung wie sie durch die Mobilfunkantenne im Kirchturm entseht, zu Messbaren Entwicklungsunterschieden bei Kindern führen kann.

Studie zu Mobilfunk-Strahlung und Entwicklung von kleinen Kindern – was wurde gefunden?

Eine aktuelle wissenschaftliche Studie hat untersucht, ob hochfrequente elektromagnetische Felder (RF-EMF), wie sie von Mobilfunk-Sendern ausgestrahlt werden, Einfluss auf die Entwicklung von Babys und Kleinkindern haben können. Die Forscherinnen und Forscher begleiteten über 100 Neugeborene und ihre Mütter ein Jahr lang und maßen die Strahlung in den Wohnungen. Dann wurden die Kinder wiederholt mit einem anerkannten Entwicklungs-Test bewertet (so genannter Ages and Stages Fragebogen). (Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40786381/ )

👉 Das Wichtigste in einfachen Worten:

Die Studie ergab, dass Kinder, die in Wohnungen mit höherer Strahlung lebten, im Test für motorische Fähigkeiten (z. B. feinmotorische Kontrolle) und Problemlösefähigkeiten schlechter abgeschnitten haben.

In Zahlen bedeutet das:

  • Feinmotorik: etwa 2,7-fach höheres Risiko für auffällige Ergebnisse bei höherer Strahlung
  • Problemlösen: etwa 3,7-fach höheres Risiko für auffällige Ergebnisse bei höherer Strahlung

Das heißt nicht, dass ein direkter Ursache-Wirkungs-nachweis erbracht ist, also dass die Strahlung bewiesen Krankheiten verursacht – aber es zeigt einbesorgniserregendes Muster, das nicht ignoriert werden darf.
(Quelle: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12335284/)

Was bedeutet das nun für unsere geplante Mobilfunkanlage im Kirchturm?

Die prognostizierten Strahlungswerte liegen in unserer Umgebung (Schule, Spielplätze, Kindergärten) bei 2,37 V/m, 3 V/m und bis hin zu 4,94 V/m im Schulhaus – also nah an den in der Studie untersuchten Feldstärken.

Diese Werte sind recht hoch im Vergleich zu gewöhnlicher Alltagsumgebung, besonders für Kinder, die sich oft dort aufhalten.

Die in der Studie gemessenen Strahlungsstärken liegen im Bereich, der in unserer Umgebung zu erwarten ist.

Das bedeutet: Die Ergebnisse lassen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit direkt auch auf unsere lokale Situation übertragen.

Das Gehirn von Kinder reagiert empfindlicher auf Strahlung. Zum einen weil die Schädeldicke deutlich durchlässiger ist, alös bei Erwachsenen und zum zweiten weil sich ihr Gehirn in intensiver Entwicklung befindet. (Quelle https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40786381 )